Zahl der Einsätze erreichte ein Rekordhoch

Freiwillige Feuerwehr Surberg musste im vergangenen Jahr 110-mal ausrücken

Die Freiwillige Feuerwehr Surberg hatte im vergangenen Jahr 110 Einsätze. Dies sei ein Rekordhoch, erklärte Kommandant Stefan Burghartswieser bei der Jahreshauptversammlung im Wirtshaus Lauter. Mit 70 Einsätzen hatten die technischen Hilfeleistungen den größten Anteil. Elf Brände mussten gelöscht werden. Hinzu kamen sieben Sicherheitswachen und 22 sonstige freiwillige Tätigkeiten. Dabei kamen insgesamt 1174 Einsatzstunden zusammen.

Vorstand Johann Mader bekam einen Geschenkkorb, da er bereits seit 20 Jahren im Verwaltungsrat tätig ist.

 Zu den Einsatzstunden kamen noch die Übungen (1343 Stunden), die Jugendarbeit (543), Lehrgänge (904), Geräte- und Kleiderwart (320) sowie die Arbeit der Führungskräfte (802) hinzu, sodass 2016 insgesamt 5086 ehrenamtliche Stunden geleistet wurden. „Statistisch gesehen entspricht dies einem Aufwand von über 63 Stunden pro Feuerwehrmann“, stellte Burghartswieser fest. Am Jahresende hatten die Surberger Feuerwehr 59 aktive Feuerwehrleute, davon 28 Atemschutzgeräteträger, 25 Fahrzeugführer und 45 Funkmeldeempfänger. Die Jugendfeuerwehr bestand aus 21 Mitgliedern. Das Durchschnittsalter der Gesamtfeuerwehr betrug am 31. Dezember dank der Jugendarbeit 25 Jahre.
Der Kommandant hob besonders die sehr gute Jugendarbeit der Jugendwarte Martin Kremb junior und Christopher Haimerl hervor. Die Jugendgruppe sei eine der größten im Landkreis. 15 Feuerwehranwärter legten das Jugendleistungsabzeichen ab. Ferner waren die Jugendlichen bei der Aktion Christbaum, beim Kreisjugendfeuerwehrtag und beim Berufsfeuerwehrtag dabei.
Burghartswieser wies auf zwei Änderungen in der Feuerwehrführung zum 1. Januar hin. Gruppenführer Engelbert Brunner übergab sein Amt an Georg Spiegelsberger und Gruppenführer Martin Kremb senior sein Amt an Benedikt Hollinger.
Bei den Beschaffungen schlug die ortsfeste Funkstelle für den Digitalfunk mit 5000 Euro am meisten zu Buche. Angeschafft wurden ferner eine Magnetschreibtafel für 450 Euro und Funktionswesten für 850 Euro.
Der Kommandant nahm die Jahreshauptversammlung zu Anlass, um einige Beförderungen auszusprechen: Thomas Anfang, Tobias Berger und Korbinian Brandner zum Feuerwehrmann, Benedikt Hollinger und Peter Stuhlberger zum Hauptfeuerwehrmann, Georg Spiegelsberger zum Löschmeister und Jürgen Baumgartner zum Hauptlöschmeister.
„In laufenden Jahr wird die Ersatzbeschaffung für das 32 Jahre alte Tanklöschfahrzeug die Feuerwehrführung stark in Anspruch nehmen“, sagte Burghartswieser. Wegen der vielen Weiler im Gemeindegebiet brauche die Feuerwehr das Löschfahrzeug LF20 als zweites Fahrzeug mit Wasser. Wegen der europaweiten Ausschreibung dauere die Beschaffung rund zwei Jahre.
Von einer schlagkräftigen Feuerwehr mit einer gewaltigen Mannschaftsstärke sprach Kreisbrandmeister Stefan Reichelt. Die Einsätze kämen immer mehr weg von den Bränden hin zu den technischen Hilfeleistungen. Alle Feuerwehren im Landkreis seien immer mehr mit Unwetterlagen beschäftigt. Deshalb sei eine Sondergruppe für Unwetterlagen geschaffen worden. Für Übungen und Einsätze habe die Feuerwehr Surberg rund 2500 Stunden geleistet. „Dies ist eine beträchtliche Zahl“, so Reichelt. Für 25 Jahre aktive Dienstzeit ehrte der Kreisbrandmeister den Hauptfeuerwehrmann Christian Mayr mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber.
Der Fachberater Jugend, Konrad Unterstein, sagte, die Jugendfeuerwehr stehe sehr gut da. „Es ist sensationell, dass sie bei allen Jugendveranstaltungen auf Landkreisebene dabei gewesen ist.“ Für den Kreisjugendfeuerwehrtag sei ein neues Konzept geplant. Außerdem solle es in der Brandschutzwoche einen landkreisweiten Anwerbetag geben.
Nach Aussage von Vorstand Hans Mader hat der Feuerwehrverein Surberg 299 Mitglieder. Von den Veranstaltungen des vergangenen Jahres hob er den Jahrtag der Vereine und die Teilnahme am Gemeindeschießen hervor, bei dem der Verein den zweiten Platz belegte. Für dieses Jahr kündigte er unter anderem das Maifest in Lauter sowie die Teilnahme an den Gründungsfesten der Feuerwehren Kammer, Waging, Vogling und Palling an.
Außerdem nahm er die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Alfons Burghartswieser, Karl-Heinz Handrick, Manfred Schallinger und Helmut Speckbacher geehrt. Eine Auszeichnung für 25 Jahre Mitgliedschaft bekamen Martin Eckart, Martin Maier, Wolfgang Ramstötter, Markus Schrobenhauser, Gerhard Warislohner und Konrad Wendlinger. Eine Ehrengabe bekamen Michael Wimmer für zwölf Jahre Tätigkeit als 2. Vorstand und Georg Wendlinger für zwölf Jahre Tätigkeit als Kassier. Zum Dank für seine langjährige Mitarbeit im Veranstaltungsrat wurde Martin Kremb senior die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Mit einem Geschenkkorb wurde Vorstand Mader selbst für 20 Jahre Mitarbeit im Verwaltungsrat geehrt.
Schriftführer Christian Hofmann blickte auf das Geschehen des vergangenen Jahres zurück. Dies umfasste den Tag der Vereine, die Feuerwehrfeste in Tettenhausen, Freilassing und Pietling, das Maifest in Lauter, die Fronleichnamsprozession, das Erntedankfest, den Volkstrauertag und die Weihnachtsfeier. Aufgrund einiger Anschaffungen schloss Kassier Benedikt Hollinger seinen Kassenbericht 2016 mit einem Defizit von knapp 5900 Euro ab, das jedoch durch die Rücklagen mehr als gedeckt war.
Bürgermeister Josef Wimmer dankte Vorstand Mader und dem Vereinsausschuss für die geleistete Arbeit und die finanzielle Unterstützung der Aktiven, die die Gemeinde entlasteten.
Die Kommandanten und Gruppenführer leisteten viel Arbeit bei der Vorbereitung der Ausbildung. Die Aktiven seien stets vorne dran und würden viel Zeit ehrenamtlich aufbringen. „Es ist hervorragend, was sie für die Gemeinde und ihre Bürger leisten“, erklärte Wimmer. „Die Gemeinde ist stolz auf ihre Feuerwehr.“ Für die Gemeinde sei es deshalb selbstverständlich, dass sie die notwendigen Mittel zur Verfügung stelle. Das neue Löschfahrzeug, das 2019 kommen solle, koste rund 400 000 Euro. Dafür bekomme die Gemeinde einer Förderung von etwa 100 000 Euro. Die Feuerwehr brauche dieses Fahrzeug für ihre Einsätze, weil die Brandeinsätze bei Freizeithütten im vergangenen Jahr wegen der Wasserversorgung nicht ganz einfach gewesen seien. Bei den Freizeithütten sei es nicht ganz unproblematisch, wie man damit umgehe, meinte der Bürgermeister. Für 30 Jahre aktiven Feuerwehrdienst übergab Wimmer den Hauptfeuerwehrleuten Hubert Brandl und Jakob Steiner den Ehrenkrug der Gemeinde. Bjr

 

Letzter Einsatz

B3
16.09.2018 um 20:54 Uhr
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